Ein Märchenhaftes Ausflugsziel – Schmetterlingshaus und Feengarten

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ende September haben wir bei spätsommerlichem Wetter einen Ausflug ins nahe gelegene Montegrotto Terme gemacht. Von dem kleinen Kurort  haben wir allerdings wenig gesehen, da unser Ziel Italiens erstes Schmetterlingshaus war. Von Padua aus gelangt man mit einem Überlandbus in die kleine Gemeinde am Fuße der Euganeischen Hügel, zur casa delle farfalle sind es dann nur noch wenige Minuten zu Fuß.

Uns empfing erstmal ein großer Souveniershop. Ich war beeindruckt von der Fülle an angebotenen Kleinigkeiten: von Schmetterlingsketten und Schleichtieren über Feenflügeln zum Verkleiden bis hin zu echten aufgespießten Schmetterlingen und Käfern für die eigene Sammlung.

Den Rundgang im Schmetterlingshaus haben wir mit einer Ausstellung eben solcher aufgespießter Tiere begonnen. Von wunderschönen Schmetterlingen bis hin zur Tarantel war alles dabei. Danach begrüßte uns in einem Raum ein ganzer Schwarm blauer Morphofalter. Die großen Schmetterlinge beeindruckten uns besonders mit ihren leuchtenden Farben. In den nächsten Räumen flatterten dann bunte Schmetterlinge jeder Art und außerdem einige kleine Papageien herum. Zwischen den Pflanzen musste man schon manchmal genauer hinsehen, um die zarten Insekten zu entdecken. Außerdem konnten wir in Terrarien andere Insekten und auch einige kleine Reptilien beobachten. Hinter dem Haus ging es in einen kleinen Garten, den bosco delle fate (Feenwald). In kleinen Hütten oder Höhlen konnte man überall verteilt Phantasiewesen entdecken. Von der mordlustigen Hexe über freche Kobolde bis zur lieben Waldfee war alles dabei. Daneben informierten Tafeln über dazugehörige Legenden und Geschichten. Ein großer sprechender Baum gruselte die Mädchen etwas, die Ziegen zum Streicheln fanden sie aber toll und Victoria war besonders beeindruckt von der „echten Fee“: eine Frau in aufwändigem Feenkostüm, die durch den Garten lief. Es gab an vielen Ecken etwas zu entdecken und auf einem kleinen Spielplatz konnten sich die Mädchen noch austoben.

Besonders spannend war ein kleiner Workshop, an dem wir teilnahmen. (Workshops finden nur an Sonn- und Feiertagen statt.) Zuerst wurde mit den Kindern über Insekten gesprochen. Woran erkennen wir sie? Wie lange lebt ein Käfer? Warum darf man Schmetterlinge nicht an den Flügeln anfassen? Anschließend holte der junge Mann Kästen aus seinem Regal, und nacheinander durften wir Stabheuschrecken, Gespenstschrecken und einen Gecko auf die Hand nehmen. Da waren die Mädchen aber sehr zurückhaltend. Zugegeben, auch mich hat es große Überwindung gekostet, die ca. 15cm große Gespenstschrecke auf die Hand zu nehmen. Victoria hat sich aber immerhin mal getraut, sie zu streicheln. Und allein diese Tiere mal von ganz Nahem zu sehen war sicherlich eine spannende Erfahrung für die beiden.

Wer einmal eine längere Zeit mit Kindern in der Gegend ist, findet im Schmetterlingshaus samt Feenwald ein schönes Ausflugsziel für die ganze Familie. Und im besten Falle lernt man sogar noch richtig was dazu!

https://www.micromegamondo.com/it/musei-e-parchi/casa-delle-farfalle-e-bosco-delle-fate-location


Nachtrag:

im Frühling waren wir noch einmal da und haben zwei Sachen festgestellt:

  • Zu der Jahreszeit sind noch ein paar mehr Schmetterlinge unterwegs und man kann auch die Puppen mit den schlüpfenden Schmetterlingen beobachten.
  • Mit dem Zug (RV = Regionale Veloce) ist man von Padua aus wesentlich schneller, unkomplizierter und kostengünstiger am Ziel.

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