Wasser marsch!

Nachdem ich eine Wohnung gefunden hatte (hier), stellte sich heraus, dass vor dem Einzug noch jede Menge zu erledigen war. Hier werden Gas, Wasser und Strom bei jedem Mieterwechsel komplett abgestellt. Eine Aktivierung dauert allerdings um die 5-7 Werktage, und vorher müssen für die Anmeldungen allerlei Dokumente herangeschafft, ausgedruckt, ausgefüllt, eingescannt und wieder hingeschickt werden. Das wichtigste dabei war der codice fiscale, eine Art Steueridentifikationsnummer, den man für alle Bürokratie-Angelegenheiten und Anmeldungen benötigt. Die Codes für uns drei hatte ich zum Glück schon Monate im Voraus bei der italienischen Botschaft in Berlin beantragt und bekommen. Von mir benötigte ich ansonsten nur den Ausweis und manchmal die Bestätigung der Gastuni über den Aufenthalt. Der Rest waren Anmeldeformulare der Anbieter. Die waren auch leicht zu finden, denn es gibt hier große, überregionale Anbieter. Um Licht und Gas kümmert sich in ganz Italien die Firma ENEL, um das Wasser und die Müllgebühren im Nordosten die Firma mit dem etwas sperrigen Namen AcegasApsAmga. Ob es noch kleine Privatanbieter oder sogar so etwas wie Öko-Strom gibt weiß ich nicht, zumindest findet man so schnell nichts dazu.

Bis zur Anmeldung dauerte es aber: Zählerstände abfotografieren lassen, die Firmen anrufen, vom Vormieter die Kundennummern durchsagen lassen. Das hat alles so viel Zeit gekostet, dass ich letztendlich beim Einzug nur Strom hatte (immerhin). Die Anmeldung für das Wasser hatte sich so lange hingezogen, dass wir dann eine Woche lang ohne auskommen mussten. Mit der Gasanmeldung war irgendetwas komplett schiefgelaufen, so dass wir darauf sogar drei Wochen warten mussten.

Wer so etwas vermeiden möchte, sollte sich vorher dringend informieren, was dabei im Zielland zu beachten ist. Ich habe den Fehler gemacht und war davon ausgegangen, dass das wie bei meinen bisherigen Umzügen in Deutschland funktioniert: bei der Schlüsselübergabe werden die Zählerstände abgelesen und los geht’s. So hatte ich es zumindest in Erinnerung…

Sehr hilfreich ist es auch, wenn man einen Muttersprachler an seiner Seite hat, der weiß, was es für Anbieter vor Ort gibt, einem die verschiedenen Angebote und Tarife erklärt und mit den ganzen Anmeldeformularen helfen kann. Einen riesen Dank an dieser Stelle an Michele, einem italienischen Freund von mir aus Dresden, der mir dabei sehr geholfen hat! Mitunter musste er sogar den Weg über seine Eltern gehen, da die kostenlosen Servicenummern italienischer Firmen oft nur vom italienischen Festnetz aus zu erreichen sind.

Basta la Pasta, ab in die Tonne!

Nun habe ich hier vor Ort auch noch den letzten Schritt abgeschlossen und meine Wohnung für die Müllgebühren angemeldet. Hätte mir meine Vermieterin das nicht gesagt, hätte ich allerdings keine Ahnung gehabt, dass es sowas gibt. Immerhin hatte mir die Nachbarin bereits die Mülltrennung erklärt. Gut zu erkennen ist vor allem der Biomüll – mit einer Schleifchennudel darauf.

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